Netzfrequenzmessung

Messung der Netzfrequenz

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f in Hz
Frequenzspektrum zur Darstellung der Netzfrequenz im erlaubten Regelbereich von 49,8 Hz bis 50,2 Hz

Das europäische Verbundnetz reicht von Portugal über Estland bis in die Türkei. Es wird mit Wechselstrom gespeist, welcher eine Frequenz von ca. 50,0 Hz hat. Diese Netzfrequenz ist mit Ausnahme von lokalen kurzfristigen Pendelungen im gesamten Verbundnetz gleich.

In jedem Augenblick muss von den Kraftwerken genau so viel Strom erzeugt werden, wie von den Verbrauchern abgenommen wird. Liegt die abgenommene Leistung über der den Generatoren zugeführten Leistung, dann wird das Leistungsdefizit zwischen zugeführter und abgenommener Leistung aus der Rotationsenergie der Generatoren gedeckt. Diese werden dadurch langsamer, d.h. die Netzfrequenz sinkt.

Verschiedene gestaffelte Regelmechanismen sorgen bei einer Abweichung von der Sollfrequenz zu einer Leistungsanpassung an den Generatoren, um wieder die 50,0 Hz zu erreichen. Links dargestellt ist die aktuelle Netzfrequenz. Die Skala ist so groß ausgeführt, um die geringen Frequenzänderungen detailliert darstellen zu können. Im normalen Netzbetrieb treten Abweichungen bis 0,150 Hz auf, die Primärregelleistung wird erst bei einer Abweichung von 0,200 Hz voll eingesetzt.

Die Primärregelleistung reagiert als erstes auf Frequenzabweichungen. Sie hat einen Totbereich von ±20 mHz, in dem kein Einsatz erfolgt. Darüber wird sie linear erhöht, bei ±200 mHz ist sie komplett aktiviert. Die folgende Darstellung zeigt den aktuellen Einsatz der Primärregelleisung.

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Skala zur Anzeige der primären Regelleistung
Primäre Regelleistung in MW

Die aktuelle Netzfrequenz beträgt ? Hz.
Phasenwinkel gegenüber 50.0 Hz: ? °.
Datum und Uhrzeit (UTC): ?



Neues zur Netzfrequenz

15-Minuten Produkte am Spotmarkt

An der Strombörse EXAA (Energy Exchange Austria) wurde am 3. September 2014 der Handel mit Viertelstundenprodukten im Spotmarkt eingeführt. Hierzu wurde kein eigenes Produkt generiert, sonder das bisherige Stundeprodukt wurde zum Blockprodukt auf vier Viertelstundenprodukte aufgeweitet. weiterlesen ...

23.09.2014



5 MW Batteriespeicher von Younicos liefert Primärregelleistung

Am 16.09.2014 ging deutschlands erstes Batteriekraftwerk zur Erbringung von Primärregelleistung an das Netz. Der 5 MW Lithium-Ionen Speicher wurde von Younicos für den Schweriner Ökostromanbieter WEMAG aufgebaut. Motivation ist die Bereitstellung von Regelleistung ohne gleichzeitig ein konventionelles Kraftwerk in Betrieb halten zu müssen. weiterlesen ...

17.09.2014



1 MW Batteriespeicher liefert Primärregelleistung

Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) betreiben seit über zwei Jahren einen 1-MW-Batteriespeicher. Nach dieser Testphase haben sie das Präqualifikationsverfahren von Swissgrid durchlaufen und wurden ohne Ausnahmen für Primärregelleistung präqualifiziert. → weiterlesen ...

04.07.2014



 



15-Minuten-Kontrakte erreichen Rekordhandelsvolumen im Juni 2014

Der Ende 2011 gestartete Handel mit Fünfzehn-Minuten-Kontrakten hat im Juni 2014 eine weitere Rekordmarke erreicht. Gegenüber Juni 2013 entspricht dies einer Steigerung um ca. 70 %. Neben dem Ausgleich des bisher überwiegenden Stundenhandels und den damit verbundenen Problemen zum Stundenwechsel ist ein weiterer Treiber die Vermarktung von PV-Strom, da hier fortwährend Leistungsgradienten entsprechend der Änderung der solaren Einstrahlung auftreten. weiterlesen ...

04.07.2014



Qualität der Frequenzhaltung

Die Versorgungssicherheit wird im Rahmen der Energiewende und der damit verbundenen Änderung der Kraftwerksstruktur vermehrt diskutiert. Ein Indikator für die Versorgungssicherheit ist die Stabilität der Netzfrequenz. Hohe und lang andauernde Abweichungen wären ein Zeichen dafür, dass das System an seinen Grenzen betrieben wird. weiterlesen ...

20.06.2014



Aktualisierung des Rasterdiagrammes der Netzfrequenzabweichung

Das Rasterdiagramm der Netzfrequenzabweichung zeigt, wann die Netzfrequenz systematisch von den 50,0 Hz abweicht. Dabei zeigt sich deutlich, dass der Sonnenuntergang in der Winterzeit zu Abweichungen der Netzfrequenz führt. Dies kann daran liegen, dass der zusätzliche Beleuchtungsbedarf noch in den abendlichen Verbrauch fällt, womit eine Abendspitze im Stromverbrauch generiert wird. Nach der Zeitumstellung verschwindet diese Abendspitze. weiterlesen ...

09.05.2014



Netzzeitabweichung der Jahre 2012 und 2013

Die Netzfrequenz wird nicht nur kurzfristig auf 50,0 Hz geregelt, sondern auch langfristig, so dass die Netzfrequenz auch im längeren Mittel 50,0 Hz beträgt. Hierzu wird vom schweizer Regelzonenbetreiber swissgrid gemessen, wie viele Schwingungen das Verbundnetz hat. Dieser Messwert wird über 50 Schwingungen pro Sekunde in Sekunden umgerechnet, so dass sich eine Netzzeit ergibt. Liegt die Netzfrequenz z.B. für 1000 s bei 49,950 Hz, dann fehlen 50 Schwingungen gegenüber den 50 Hz, was einer Netzzeitabweichung von -1 s entspricht. Wenn die Netzzeit um mehr als 20 Sekunden von der UTC-Zeit abweicht, wird der Sollwert der Netzfrequenz um 10mHz nach oben oder unten geändert, um längerfristig wieder auf die durchschnittlichen 50,000 Hz zu kommen. weiterlesen ...

02.05.2014



 



Türkei und Albanien werden Mitglied der ENTSO-E

Nachdem Albanien seit 1986 synchron mit dem Verbundnetz ist, wurde jetzt der Beschluss gefasst, auch Mitglied der ENTSO-E zu werden (Pressemeldung).

Die Türkei ist seit dem Jahr 2010 synchron, hier lief der Prozess etwas schneller ab. Mit der Türkei nimmt die West-Ost Ausdehnung des ENTSO-E Netzes um ca. 1.500 km auf ca. 4.700 km zu. In der Testphase der letzten Jahre hat dies aber zu keinen Problemen mit vermehrten Spannungspendelungen geführt. weiterlesen ...

06.05.2014



EEX Spot prüft Einführung von 15-Minuten Kontrakten am Vortag

Eine Eigenvermarktung von PV- oder Windstrom am Spotmarkt ergibt bei starken Leistungsgradienten innerhalb einer Stunde das Problem, dass diese Gradienten mit den konstanten Stundenleistungen im Stundenhandel nicht abgebildet werden können. Für eine ausgeglichene Bilanz bei hohen Gradienten gibt es zur Zeit nur die Viertelstundenprodukte im Intradayhandel. Hierzu ist an der Strombörse eine weitere Handelsberechtigung erforderlich, welche für Händlern mit kleinen Mengen teurer als der Regelleistungsbezug zum Bilanzausgleich sein kann. weiterlesen ...

14.04.2014 und 20.06.2014



Viertelstundenhandel schon am Vortag

Die Energie&Management online meldet in einem Interview, dass die österreichische Strombörse EXAA ab Sommer 2014 den Handel mit Viertelstundenprodukten schon am Vortag erlauben will, um den Handel zu vereinfachen. Zur Zeit geht dies erst zwei Stunden vorher. weiterlesen ...

25.02.2014



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